Immortelle-Tee Wirkung: Was die „Unsterbliche“ als Aufguss wirklich kann
Immortelle-Tee erfreut sich wachsender Beliebtheit als pflanzlicher Aufguss gegen Hautprobleme, Verdauungsbeschwerden und als entspannender Begleiter. In diesem Artikel lesen Sie, welche Wirkungen traditionell beschrieben werden, welche wissenschaftlichen Hinweise es gibt, wie Sie Immortelle-Tee zubereiten und worauf Sie bei Anwendung und Sicherheit achten sollten.
Was ist Immortelle-Tee?
Immortelle-Tee wird aus den getrockneten Blüten oder Blütenständen von Pflanzen der Gattung Helichrysum (häufig: Helichrysum italicum oder Helichrysum arenarium) hergestellt. Die Pflanze wird im Mittelmeerraum auch „Sonnengold“ oder „die Unsterbliche“ genannt, weil ihre Lederblüten lange ihre Farbe behalten. Als Tee wird sie traditionell gegen verschiedene Beschwerden verwendet – von Verdauungsproblemen bis zu Hautentzündungen.
Welche Wirkungen werden Immortelle-Tee zugeschrieben?
Die folgenden Effekte werden in Volksmedizin, Kräuterbüchern und einigen Studien beschrieben. Wichtig: Für viele Anwendungen ist die klinische Datenlage beim Menschen noch begrenzt, deshalb sind Aussagen teilweise vorläufig.
- Entzündungshemmend: In vitro- und Tierstudien zeigen, dass Bestandteile der Immortelle entzündungshemmende Effekte haben können. Dadurch wird Immortelle-Tee traditionell bei inneren und äußeren Entzündungszeichen empfohlen.
- Wundheilungs- und hautpflegend: Äußerlich (als Öl oder Umschlag) wird Immortelle zur Unterstützung der Wundheilung und bei Hautreizungen genutzt. Bei innerlicher Anwendung berichten Anwender von positiven Effekten auf Hautprobleme, die vermutlich über eine Reduktion systemischer Entzündungsprozesse vermittelt werden.
- Verdauungsfördernd: Immortelle soll krampflösend auf Magen-Darm wirken, Blähungen lindern und die Gallenfunktion unterstützen—daher die Verwendung bei Verdauungsbeschwerden und leichter Leber-Gallen-Beschwerden.
- Antioxidativ und leberschützend: Laborversuche weisen antioxidative Eigenschaften nach; das kann für die Zellgesundheit und Leberfunktion relevant sein.
- Antiviral/antimikrobiell: Einzelne Studien zeigen hemmende Effekte auf bestimmte Keime im Reagenzglas. Das bedeutet aber nicht automatisch eine klinische Wirkung als antivirales Arzneimittel.
- Beruhigend / stimmungsaufhellend: Aromatische Noten der Immortelle werden in der Aromatherapie als ausgleichend beschrieben; als Tee berichten manche Menschen von entspannenden Effekten.
Wie gut ist die Forschungslage?
Die Forschung zu Immortelle umfasst vor allem Labor- und Tierstudien sowie wenige Humanbeobachtungen. Randomisierte, groß angelegte klinische Studien fehlen größtenteils. Deshalb gilt: Traditionelle Anwendung und erste Laborergebnisse stützen potenzielle Wirkungen, ein endgültiger wissenschaftlicher Nachweis für viele Anwendungen steht noch aus. Wer fundierte Studien einsehen möchte, findet Literatur in Datenbanken wie PubMed oder allgemeine Pflanzenporträts z. B. beim Primavera Pflanzenglossar.
Immortelle-Tee: Zubereitung und Dosierung
Es gibt verschiedene Empfehlungen zur Zubereitung. Hier ein einfaches, bewährtes Rezept:
- 1–2 Teelöffel getrocknete Immortelle-Blüten pro Tasse (250 ml)
- Mit kochendem Wasser übergießen und 10–15 Minuten zugedeckt ziehen lassen
- Abseihen und bei Bedarf mit Honig süßen
Manche Gebrauchsanweisungen empfehlen eine stärkere Zubereitung (z. B. 3 Esslöffel auf 500 ml und längeres Ziehen) oder einen Kaltauszug über Nacht. Für therapeutische Anwendungen (z. B. bei starken Beschwerden) ist es sinnvoll, vorab eine Fachperson zu konsultieren.
Wirkung bei spezifischen Beschwerden
Hautprobleme
Bei Akne, Ekzemen oder kleineren Entzündungen wird Immortelle häufig unterstützend genannt. Äußerliche Anwendungen (Öl, Tinktur, Umschlag) sind bei Hautproblemen oft wirksamer als allein innerliche Teekuren, können aber kombiniert werden.
Verdauung und Leber
Traditionell nutzt man Immortelle bei Völlegefühl, Blähungen und zur Stärkung der Gallenfunktion. Hinweise aus der Pflanzenheilkunde sprechen für krampflösende und gallentreibende Effekte, die wissenschaftliche Bestätigung erfolgt jedoch überwiegend in kleineren Studien.
Schmerz und Muskelverspannung
Ätherisches Öl wird oft bei Muskelschmerzen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Als Tee kann Immortelle bei leichten Verspannungen und als ergänzende Maßnahme hilfreich sein.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
- Allergische Reaktionen sind möglich — insbesondere bei Empfindlichkeit gegenüber Korbblütlern (Asteraceae).
- Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Immortelle innerlich nur nach Rücksprache mit einer Ärztin / einem Arzt verwenden.
- Wechselwirkungen mit Medikamenten sind nicht gut dokumentiert; Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme blutgerinnungshemmender Mittel oder Lebermedikamenten.
- Ätherische Öle der Immortelle sind hochkonzentriert und nicht unverdünnt innerlich anzuwenden.
Wo kann man Immortelle-Tee kaufen?
Immortelle-Tee (getrocknete Blüten) erhalten Sie in gut sortierten Kräuterfachgeschäften, Reformhäusern oder online. Achten Sie auf Herkunft, Bio-Qualität und Anbieter-Transparenz. Beispiele für Anbieter und Produktinfos finden Sie z. B. bei Natura Rab oder spezialisierten Kräuterhändlern.
Praktische Tipps
- Probieren Sie zunächst eine milde Dosis, um Verträglichkeit zu testen.
- Kombinieren Sie Immortelle-Tee mit beruhigenden Kräutern wie Kamille oder Melisse bei Magen-Darm-Beschwerden.
- Bei chronischen oder schweren Beschwerden suchen Sie fachärztlichen Rat — Kräutertee kann ergänzend, aber selten als alleinige Therapie dienen.
Fazit zur Immortelle-Tee Wirkung
Immortelle-Tee hat eine lange Tradition und wird vor allem für seine potenziell entzündungshemmenden, verdauungsfördernden und hautunterstützenden Eigenschaften geschätzt. Die wissenschaftliche Evidenz wächst, bleibt aber für viele Anwendungsgebiete noch eingeschränkt. Als milder, aromatischer Kräutertee kann Immortelle eine nützliche Ergänzung bei leichten Beschwerden sein — bei Unsicherheit oder ernsthaften Erkrankungen ist eine fachliche Beratung ratsam.
Weitere Informationen und Studien finden Sie auf Plattformen wie PubMed oder in Pflanzenporträts (z. B. Primavera).