MRT und Piercings: Was du vor der Untersuchung wissen musst
Steht eine MRT-Untersuchung an und du hast Piercings? Keine Panik! Dieser Artikel beantwortet alle deine Fragen rund um MRT-Sicherheit, Materialien, Risiken und was du mit deinem Körperschmuck tun solltest.
MRT und Piercings: Was du vor der Untersuchung wissen musst
Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das detaillierte Einblicke in den Körper ermöglicht. Doch was passiert, wenn du Piercings trägst? Können sie während der Untersuchung zum Problem werden? Dieser Artikel klärt alle wichtigen Fragen.
Warum Piercings bei einer MRT problematisch sein können
MRT-Geräte erzeugen starke Magnetfelder. Metallische Gegenstände können sich dadurch erhitzen, verrutschen oder sogar zu Verletzungen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor der MRT-Untersuchung bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
- Erhitzung: Metalle können sich im Magnetfeld des MRT-Geräts erwärmen und Verbrennungen verursachen.
- Bildartefakte: Metallische Gegenstände können das MRT-Bild stören und die Diagnose erschweren.
- Bewegung: Stark magnetische Metalle können vom Magnetfeld angezogen werden und sich bewegen, was schmerzhaft sein kann.
Welche Piercings müssen entfernt werden?
Grundsätzlich sollten alle Piercings vor einer MRT-Untersuchung entfernt werden. Dies gilt besonders für Piercings im Bereich des zu untersuchenden Körperteils. Allerdings gibt es Ausnahmen:
- Nicht-metallische Piercings: Piercings aus Kunststoff, Glas oder Keramik sind in der Regel MRT-sicher. Sprich aber dennoch vorher mit deinem Arzt oder Radiologen!
- Titan-Piercings: Reines Titan ist nicht magnetisch und erhitzt sich nicht stark. Titan-Piercings weit entfernt vom Scan-Bereich (z.B. Ohr-Piercings bei einer Knie-MRT) sind oft unbedenklich. Kläre dies aber unbedingt vorher mit dem Radiologen ab!
Was passiert, wenn ich ein Piercing nicht entfernen kann?
Manchmal ist es nicht möglich, ein Piercing zu entfernen, beispielsweise bei einem schwer zugänglichen oder frisch gestochenen Piercing. In diesem Fall solltest du den Radiologen informieren. Er kann entscheiden, ob die MRT-Untersuchung trotzdem durchgeführt werden kann oder ob alternative bildgebende Verfahren in Frage kommen.
Gibt es Alternativen zu Metall-Piercings für eine MRT?
Ja! Für viele Piercing-Arten gibt es Retainer aus MRT-sicheren Materialien wie Kunststoff oder Glas. Diese können während der Untersuchung getragen werden, ohne Risiken einzugehen. Sprich mit deinem Piercer über die besten Optionen für dich.
Wie bereite ich mich auf eine MRT mit Piercings vor?
- Informiere deinen Arzt oder Radiologen: Sag ihm oder ihr, dass du Piercings trägst und wo sie sich befinden.
- Entferne alle entfernbaren Piercings: Tu dies am besten schon zu Hause, um Zeit zu sparen.
- Besprich unentfernbare Piercings: Kläre ab, ob spezielle Vorkehrungen getroffen werden müssen.
- Informiere dich über MRT-sichere Alternativen: Sprich mit deinem Piercer über Retainer aus Kunststoff oder Glas.
Risiken und Komplikationen
Obwohl moderne MRT-Geräte sehr sicher sind, gibt es einige potenzielle Risiken im Zusammenhang mit Piercings:
- Verbrennungen: Durch Erhitzung metallischer Piercings.
- Verrutschen oder Herausziehen des Piercings: Durch die Anziehungskraft des Magnetfelds.
- Bildstörungen: Beeinträchtigung der Bildqualität durch metallische Gegenstände.
Fazit
Eine MRT-Untersuchung mit Piercings ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, erfordert aber eine sorgfältige Vorbereitung und Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Radiologen. Durch das Entfernen von Piercings oder den Einsatz von MRT-sicheren Alternativen lassen sich Risiken minimieren und eine erfolgreiche Untersuchung gewährleisten. Deine Gesundheit und Sicherheit stehen dabei immer an erster Stelle.
Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Sprich im Zweifelsfall immer mit deinem Arzt oder Radiologen.
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