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Huflattich Tee: Hausmittel gegen Husten mit Verstand anwenden

Lukas Fuchs vor 1 Monat 3 Min. Lesezeit

Huflattichtee gilt als altes Hausmittel bei Husten und Heiserkeit. In diesem Artikel erfahren Sie, wie man Huflattichtee zubereitet, welche Wirkung und Risiken bestehen und worauf Sie beim Kauf oder Selbersammeln achten sollten.

Was ist Huflattich (Tussilago farfara)?

Huflattich ist eine weit verbreitete Frühjahrs-Pflanze mit gelben Blüten, deren Blätter an die Form von Pferdehufen erinnern. In der Volksmedizin werden vor allem die Blätter und Blüten als Tee oder Sirup gegen Husten, Reizhusten und Heiserkeit verwendet. Der botanische Name lautet Tussilago farfara, wobei "tussis" für Husten steht.

Wirkstoffe und erwartete Wirkung

Huflattich enthält Schleimstoffe, Bitterstoffe und ätherische Öle, die die Schleimhäute befeuchten und reizlindernd wirken können. Traditionell wird Huflattichtee bei trockenem Husten, Halsreizungen und Bronchialbeschwerden eingesetzt. Die Wirkweise beruht vor allem auf:

  • Schleimstoffen, die einen schützenden Film auf den Schleimhäuten bilden
  • reizlindernden und leicht entzündungshemmenden Begleitstoffen

Wissenschaftlich sind viele traditionelle Anwendungen nicht ausführlich in kontrollierten Studien belegt. Bei leichten, kurzzeitigen Hals- und Hustenbeschwerden kann ein Huflattichtee lindernd wirken — bei stärkeren oder anhaltenden Symptomen sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Zubereitung von Huflattich Tee

So bereiten Sie einen klassischen Huflattichtee zu:

  • 1 Teelöffel getrocknete Huflattichblätter oder -blüten (ca. 1–2 g) pro Tasse
  • Mit heißem, nicht mehr sprudelnd kochendem Wasser übergießen (ca. 90 °C)
  • 5–10 Minuten zugedeckt ziehen lassen
  • Abseihen und warm trinken; nach Belieben mit Honig süßen (nicht für Kinder unter 1 Jahr)

Empfehlung: Höchstens 2–3 Tassen pro Tag und nur kurzzeitig (einige Tage bis maximal zwei Wochen), soweit nicht anders medizinisch empfohlen.

Blüten oder Blätter? Unterschiede

  • Blätter: Häufig in traditionellen Rezepten verwendet, enthalten jedoch tendenziell höhere Mengen unerwünschter Alkaloide (Pyrrolizidinalkaloide).
  • Blüten: Werden oft als schonender betrachtet und finden in manchen Produkten bevorzugt Verwendung; ihr Geschmack ist milder.

Viele Produzenten empfehlen deshalb, Blüten oder speziell verarbeitete, gereinigte Produkte zu nutzen oder auf PA-arme/extraktfreie Varianten zu achten.

Sicherheitsaspekte: Pyrrolizidinalkaloide (PAs)

Wichtig zu wissen ist, dass Huflattich natürliche Pyrrolizidinalkaloide (PAs) enthält. PAs sind potenziell lebertoxisch und können bei längerem oder hochdosiertem Verzehr die Leber schädigen. Deshalb gelten folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Kein regelmäßiger Langzeitgebrauch; nur kurzzeitige Anwendung empfohlen.
  • Nicht geeignet für Schwangere, Stillende und kleine Kinder.
  • Bei bestehenden Lebererkrankungen, gleichzeitiger Einnahme lebertoxischer Medikamente oder unklaren Symptomen Rücksprache mit dem Arzt halten.
  • Beim Kauf auf geprüfte Ware achten oder PA-reduzierte/extraktfreie Produkte bevorzugen.

Weiterführende Informationen finden Sie in einschlägigen Gesundheitsportalen und Pflanzenlexika, z. B. in Beiträgen wie auf Mein Schöner Garten.

Kauf, Qualität und Lagerung

  • Kaufen Sie Huflattichtee oder -kräuter von seriösen Händlern und achten Sie auf Bio-Qualität oder Labor-Analysen bezüglich PAs.
  • lose Kräuter, Filterbeutel oder Fertigtees: lesen Sie die Produktinformationen und ggf. Prüfsiegel.
  • Trocken, dunkel und luftdicht lagern; feuchte Aufbewahrung fördert Qualitätsverlust.

Selber sammeln: Was ist zu beachten?

Wenn Sie Huflattich selbst sammeln möchten, beachten Sie:

  • Sammeln Sie nur an unbelasteten Orten (nicht an Straßenrändern oder industriellen Standorten).
  • Ernten Sie junges Pflanzenmaterial und nur, wenn Sie die Pflanze sicher bestimmen können.
  • Bevorzugen Sie Blüten, wenn Sie Bedenken wegen PAs haben, und trocknen Sie das Material schonend.

Bei Unsicherheit lieber auf gekaufte, geprüfte Ware zurückgreifen.

Wann hilft Huflattichtee — und wann nicht?

Huflattichtee kann bei leichtem Reizhusten und Halsbeschwerden lindernd wirken. Er ist jedoch kein Ersatz für ärztliche Behandlung bei:

  • starkem, blutigem oder langanhaltendem Husten
  • Fieber, Atemnot oder Schmerzen
  • chronischen Atemwegserkrankungen (z. B. COPD, Asthma) ohne ärztliche Abklärung

Alternativen zu Huflattichtee

  • Thymian- und Spitzwegerichtee bei Husten
  • Honig (bei älteren Kindern und Erwachsenen) zur Beruhigung des Halses
  • Inhalationen mit Salzwasser oder Kamille

Fazit und Tipps

Huflattichtee ist ein bewährtes Hausmittel bei Reizhusten und Heiserkeit. Aufgrund des Gehalts an Pyrrolizidinalkaloiden sollte er jedoch mit Vorsicht verwendet werden: kurzzeitig, in moderaten Mengen und nicht bei Schwangerschaft, Stillzeit oder Lebererkrankungen. Kaufen Sie möglichst geprüfte Produkte oder verwenden Sie Blüten statt Blättern. Bei Unsicherheit oder bei anhaltenden Beschwerden suchen Sie eine fachärztliche Beratung.

Weiterlesen: Sie erhalten einen guten Überblick zur Pflanze und Anwendung bei Mein Schöner Garten oder in professionellen Kräuterlexika.

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