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Kolloidales Lithium Dosierung: Wie viel ist sinnvoll? Anwendung, Umrechnung und Sicherheitsregeln

Kolloidales Lithium ist als Nahrungsergänzung und als Flüssigpräparat im Markt präsent. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Konzentrationen gerechnet werden, welche Dosierungen Hersteller häufig empfehlen, welche Unterschiede zur medizinischen Lithiumtherapie bestehen und welche Sicherheitsregeln zu beachten sind.

Hinweis vorab: Dieser Artikel informiert allgemein über kolloidales Lithium und verbreitete Dosierungsangaben. Er ersetzt keine ärztliche Beratung. Wer Arzneimittel einnimmt, an Nieren‑ oder Schilddrüsenerkrankungen leidet, schwanger ist oder stillt, sollte vor Anwendung unbedingt eine Ärztin bzw. einen Arzt konsultieren.

Was ist kolloidales Lithium und wie wird die Konzentration angegeben?

Kolloidales Lithium wird in der Regel als wässrige Lösung angeboten, in der kleinste Lithium‑Partikel oder gelöste Lithium‑Ionen in sehr geringer Konzentration vorliegen. Hersteller geben die Konzentration häufig in ppm (parts per million) oder in mg pro Liter bzw. mg pro 10 ml an. Wichtige Umrechnung:

  • 1 ppm = 1 mg/L
  • Beispiel: 100 ppm = 100 mg/L = 0,1 mg/ml → 10 ml enthalten 1 mg Lithium
  • Beispiel: 500 ppm = 500 mg/L = 0,5 mg/ml → 10 ml enthalten 5 mg Lithium

Übliche Produktkonzentrationen und Hersteller‑Dosierungen

Im Handel finden sich vor allem niedrige Konzentrationen (z. B. 10–200 ppm) sowie einige höher konzentrierte Produkte (z. B. 500 ppm). Typische Herstellerangaben zur Einnahme lauten oft:

  • 100 ppm (10 ml = 1 mg): 1–3 ml bis 10 ml pro Tag (das entspricht 0,1–1 mg Lithium pro Tag, abhängig vom empfohlenen Volumen)
  • 500 ppm (10 ml = 5 mg): 1–2 ml bis 10 ml pro Tag (entspricht 0,5–5 mg Lithium pro Tag)

Viele Anbieter empfehlen Tagesmengen im Bereich von circa 0,5–3 mg elementarem Lithium. Das sind jedoch Nahrungsergänzungs‑Dosen und nicht mit ärztlich überwachter psychiatrischer Lithiumtherapie zu verwechseln.

Wichtig: Unterschied zur medizinischen Lithiumtherapie

Bei bipolaren Störungen oder anderen psychiatrischen Indikationen werden verschreibungspflichtige Lithiumsalze (z. B. Lithiumcarbonat) in deutlich höheren Dosen eingesetzt. Diese Therapie zielt auf definierte Serumspiegel (typ. 0,5–1,2 mmol/l) und erfordert regelmäßige Blut‑ und Nierenfunktionskontrollen. Die üblichen Mengen elementaren Lithiums in der Psychiatrie liegen weit über den Spurenmengen kolloidaler Produkte. Zögern Sie nicht, bei bestehenden psychischen Erkrankungen mit dem behandelnden Arzt zu sprechen — kolloidales Lithium ist kein Ersatz für verschriebene Medikamente.

Wie kann man die richtige Dosis wählen? Praktische Empfehlungen

  1. Informieren Sie sich über die Konzentration (ppm) auf dem Etikett und rechnen Sie in mg um (siehe Umrechnung oben).
  2. Beginnen Sie mit einer sehr niedrigen Dosis (z. B. 0,1–0,5 mg/Tag), um Verträglichkeit zu prüfen.
  3. Steigern Sie nur langsam und dokumentieren Sie mögliche Nebenwirkungen.
  4. Halten Sie bei längerer Einnahme regelmäßige ärztliche Kontrollen (Nierenwerte, Schilddrüse) für sinnvoll, insbesondere bei Tagesdosen >1–2 mg oder bei Vorerkrankungen.

Kontraindikationen und Wechselwirkungen

Auch wenn kolloidales Lithium in sehr niedrigen Mengen vorliegt, gelten Vorsichtsmaßnahmen:

  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion, Dehydratation oder Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen: keine Einnahme ohne ärztliche Rücksprache.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: auf die Einnahme verzichten, sofern nicht ausdrücklich vom Arzt empfohlen.
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten wie Diuretika, ACE‑Hemmern, Angiotensin‑II‑Antagonisten oder nicht‑steroidalen Antirheumatika (NSAIDs) kann die Lithiumausscheidung beeinflussen und das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.
  • Wer bereits unter ärztlich verordneter Lithiumtherapie steht: niemals kolloidales Lithium zusätzlich einnehmen ohne Rücksprache.

Nebenwirkungen — worauf achten?

Bei sehr niedrigen Dosen sind akute Nebenwirkungen selten, dennoch können auftreten:

  • Gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Durchfall)
  • Müdigkeit oder leichte neurologische Symptome
  • Längerfristig: mögliche Beeinflussung von Nieren‑ oder Schilddrüsenfunktion

Bei Anzeichen wie starkem Durst, vermehrtem Wasserlassen, Muskelzuckungen, Verwirrtheit oder anhaltendem Erbrechen sofort ärztliche Hilfe suchen.

Qualität und Sicherheit beim Kauf

Achten Sie beim Kauf auf transparente Angaben zur Konzentration (ppm), Analysen durch unabhängige Labore und Angaben zu Reinheit und Zusatzstoffen. Seriöse Anbieter dokumentieren Laborprüfungen auf Schwermetalle und mikrobiologische Reinheit.

Wissenschaftliche Lage kurz (nicht vollständig)

Für niedrigdosierte Lithiumzufuhr als Prävention oder Ergänzung gibt es vereinzelte Studien und epidemiologische Hinweise (z. B. auf geringere Suizidraten in Regionen mit höherem Lithiumgehalt im Trinkwasser), doch die Datenlage für konkrete gesundheitliche Effekte, optimale Dosen und Langzeitsicherheit ist begrenzt. Für pharmakologische Indikationen bleibt die evidenzbasierte, überwachte Lithiumtherapie unersetzlich. Weiterführende Informationen finden Sie z. B. in der Fachliteratur und auf einschlägigen medizinischen Seiten wie der Gelben Liste (Gelbe Liste – Lithium) oder in wissenschaftlichen Datenbanken (PubMed).

Fazit: kolloidales lithium dosierung — vorsichtig und informiert vorgehen

Kolloidales Lithium wird üblicherweise in sehr niedrigen Mengen angeboten; typische Nahrungsergänzungsdosen liegen im Bereich von Bruchteilen bis wenigen Milligramm elementarem Lithium pro Tag. Vor einer dauerhaften Einnahme sollten Sie Etikettangaben verstehen (ppm → mg), klein anfangen und bei Vorerkrankungen oder gleichzeitig verordneten Medikamenten ärztlichen Rat einholen. Kolloidales Lithium ist kein Ersatz für eine medizinisch überwachte Lithiumtherapie bei psychiatrischen Erkrankungen.

Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen helfen, die Umrechnung für ein konkretes Produkt (ppm → mg pro Portion) durchzuführen oder eine kurze Checkliste für den Arztbesuch zur möglichen Einnahme von kolloidalem Lithium erstellen.

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