Traditionelle Hausmittel & Kräuteranwendungen nach Maria Treben
Kurz und praxisnah: Dieser Beitrag erklärt beliebte Hausmittel aus der Tradition von Maria Treben, zeigt bewährte Rezepte, Zubereitungsweisen und wichtige Sicherheitsmaßnahmen — ideal für alle, die natürliche Heilmittel selbst herstellen möchten.
Viele Menschen suchen nach maria treben rezepte, weil die Autorin für ihre einfachen, wirkungsvollen Pflanzenmittel bekannt geworden ist. Ihre Anleitungen sind oft leicht nachzumachen und basieren auf Heilpflanzen, die im Garten oder in der freien Natur wachsen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Rezepte, genaue Anleitungen und Hinweise zu Wirkung und Sicherheit.
Wer war Maria Treben und warum sind die Rezepte beliebt?
Maria Treben (1907–1991) machte mit dem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ traditionelle Pflanzenmittel einem breiten Publikum zugänglich. Viele ihrer Rezepte, etwa für Schwedenbitter oder Kräutersalben, wurden über Generationen weitergegeben. Der Reiz liegt in der Kombination aus einfachen Zutaten, klaren Anleitungen und langjähriger Erfahrung.
Die Klassiker: Kurze Vorstellung wichtiger Zubereitungen
- Schwedenbitter (Tinktur) – Bitterstoffreiche Kräutertinktur zur inneren oder äußeren Anwendung.
- Löwenzahnsirup – Süßer Sirup aus Blüten, oft als Immun- und Frühlingsmittel genutzt.
- Ringelblumensalbe / -creme – Hautberuhigend, antiseptisch und fördert Wundheilung.
- Johanniskrautöl – Entzündungshemmend und hautpflegend, wird bei Muskelverspannungen und kleineren Hautproblemen eingesetzt.
- Brennnesseltee – Mineralstoffreich, unterstützt Haar und Stoffwechsel.
Rezept 1: Kleiner Schwedenbitter (einfache Tinktur)
Der Schwedenbitter ist wohl das bekannteste Rezept. Varianten gibt es viele — hier eine einfache, gebräuchliche Version:
Zutaten
- 50 g getrocknete Kräutermischung (z. B. Wermut, Myrrhe, Aloe, Theriak-Komponenten in vereinfachter Form)
- 500 ml hochprozentiger Alkohol (38–40 % vol. oder stärker)
- saubere Glasflasche mit Schraubverschluss
Zubereitung
- Kräuter in die Flasche geben, mit Alkohol übergießen, bis alles bedeckt ist.
- Verschließen und 2–4 Wochen an einem warmen, dunklen Ort ziehen lassen. Täglich schütteln.
- Absieben und in dunkle Tropfflaschen füllen.
Anwendung: Innerlich werden meist wenige Tropfen (z. B. 10–30 Tropfen) in Wasser verdünnt eingenommen; äußerlich sparsam auftragen. Hinweis: wegen des hohen Alkoholanteils nicht für Kinder, Schwangere oder Alkoholkranke geeignet.
Rezept 2: Löwenzahnsirup (Frühlingselixier)
Zutaten
- ca. 200g Löwenzahnblüten (nur die gelben Blütenköpfe)
- 1 Liter Wasser
- 1 kg Zucker oder 800 g Honig (je nach Vorliebe)
- 1 Zitrone (Saft) und optional etwas Zitronensäure
Zubereitung
- Blüten in Wasser kurz aufkochen, bei schwacher Hitze 10–15 Minuten ziehen lassen.
- Abseihen, Flüssigkeit mit Zucker/Honig erneut einkochen, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht.
- Zitronensaft zugeben, heiß in sterilisierte Flaschen füllen.
Anwendung: Als Sirup in Wasser oder Tee, Löffelweise bei Husten oder zur Stärkung im Frühjahr.
Rezept 3: Ringelblumensalbe
Zutaten
- 50 g getrocknete Ringelblumenblüten oder 100 g frische
- 200 ml Pflanzenöl (z. B. Oliven- oder Sonnenblumenöl)
- 20 g Bienenwachs
Zubereitung
- Ringelblumen im Öl 1–2 Stunden bei sehr geringer Hitze ausziehen lassen (alternativ 2 Wochen im warmen Gefäß ziehen lassen).
- Absieben, erwärmtes Öl mit Bienenwachs vermischen, bis das Wachs geschmolzen ist.
- In kleine Dosen füllen und auskühlen lassen.
Anwendung: Bei kleinen Wunden, Hautreizungen, Ekzemen oder zur allgemeinen Hautpflege.
Sicherheits- und Qualitäts-Hinweise
- Viele Zubereitungen enthalten Alkohol oder starke Wirkstoffe. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme vorher Rücksprache mit Arzt oder Apotheker halten.
- St.‑John’s‑Wort (Johanniskraut) kann Arzneimittelinteraktionen verursachen; bei Unsicherheit nicht ohne ärztlichen Rat verwenden.
- Frische Zutaten nur sammeln, wenn man Pflanzen sicher identifizieren kann. Umweltbelastete Standorte meiden.
- Haltbarkeit: Tinkturen und Ölauszüge halten sich meist lange (dunkel, kühl). Sirupe und Cremes sind anfälliger — kühl lagern und auf Schimmel prüfen.
Wo finde ich weitere Informationen und Originalrezepte?
Viele Webseiten und Händler bieten Zusätze, Varianten und die Originalzutaten an. Empfehlenswerte Startpunkte sind die Seiten mit ausführlicher Kräuterinfo, Sammlungen und Originaltexten (z. B. Verlagsseiten und spezialisierte Kräuterläden). Hier einige weiterführende Links:
- Übersichten zu Rezepten und Anwendungen
- Ausführliche Beschreibungen zu Schwedenkräutern
- Informationen rund um Schwedenbitter und Originalrezepte
Fazit
Die Rezepte aus der Tradition von Maria Treben bieten einfache, natürliche Möglichkeiten zur Selbsthilfe bei leichten Beschwerden. Wichtig ist achtsames und verantwortungsbewusstes Vorgehen: exakte Zubereitung, richtige Dosierung und Hinweise zu Wechselwirkungen beachten. Wer neu einsteigt, beginnt am besten mit einfachen Ölauszugs- oder Siruprezepten und informiert sich ergänzend in Fachbüchern oder bei Kräuterexperten.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei ernsthaften oder chronischen Beschwerden bitte medizinischen Rat einholen.
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