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Ursalz Wirkung: Was Ursalz tatsächlich leistet — Anwendungen, Evidenz und Sicherheit

Lukas Fuchs vor 1 Monat 3 Min. Lesezeit

Ursalz ist als naturbelassenes Steinsalz in den letzten Jahren wieder stark im Gespräch. Dieser Artikel erklärt verständlich, welche Wirkungen Ursalz zugeschrieben werden, welche davon wissenschaftlich belegt sind und worauf Sie beim Einsatz achten sollten.

Ursalz wird häufig als besonders reines, mineralienreiches Salz vermarktet. Wer sich fragt, welche Wirkung Ursalz wirklich hat — für Körper, Haut und Wohlbefinden — findet hier einen Überblick: erklärt werden Wirkmechanismen, Anwendungsformen (Trinksole, Bad, Körperpflege), Risiken und praktische Tipps zum Kauf und Gebrauch.

Was ist Ursalz?

Ursalz (oft auch Ur-Salz, naturbelassenes Steinsalz oder Meersalz aus alten Vorkommen) bezeichnet Salz, das möglichst wenig raffiniert wurde. Es kann Minerale und Spurenelemente wie Magnesium, Calcium, Kalium oder Eisen in Spuren enthalten. Beliebte Varianten sind Steinsalze aus urzeitlichen Meeren oder sogenannte „Himalaya“-Salze.

Häufige Aussagen zur Wirkung von Ursalz — und was davon belegbar ist

  • Mineralienversorgung: Ursalz enthält geringe Mengen an Mineralstoffen. Diese liegen jedoch in geringen Spuren vor; zum Erreichen des täglichen Bedarfs sind Nahrungsmittel mit höherer Mineralstoffdichte sinnvoller. Der Hauptbestandteil bleibt Natriumchlorid.
  • Ausgleich des Elektrolythaushalts: In bestimmten Situationen (z. B. starke körperliche Belastung, starkes Schwitzen) kann salzhaltige Flüssigkeitszufuhr sinnvoll sein. Das gilt aber für normales Speisesalz genauso wie für Ursalz.
  • Haut- und Bäderwirkung: Salzbäder mit naturbelassenem Salz können die Haut mildern, Juckreiz lindern und bei Muskelverspannungen wohltuend wirken. Effekte beruhen auf Osmose, Wärme und Entspannung, nicht zwingend auf den wenigen Spurenelementen.
  • Basische Wirkung / Entsäuerung: Aussagen, Ursalz könne den Körper deutlich „entsäuern“ oder den systemischen pH-Wert verändern, sind medizinisch irreführend. Der Blut-pH wird vom Körper sehr eng geregelt; die Ernährung hat nur begrenzten Einfluss auf diese Regulation.
  • Entschlackung / Detox: Begriffe wie „Entschlackung“ sind in der Schulmedizin nicht etabliert. Salzbäder oder Solekuren können subjektiv reinigend wirken (Psychologie, Entspannung), wissenschaftlich als Entgiftung wirken sie nicht nachweisbar.

Wissenschaftliche Evidenz kurz zusammengefasst

Es gibt Studien, die Effekte von Sole- oder Salzanwendungen auf Haut, Atemwege und Wohlbefinden untersuchen. Bei bestimmten Hauterkrankungen und bei Atemwegsbeschwerden können salzhaltige Inhalationen bzw. Bäder symptomatisch Linderung bringen. Für viele schöne Marketingaussagen (z. B. „beugt Krankheiten vor“, „entgiftet“) fehlen belastbare, klinische Belege.

Für generelle gesundheitsbezogene Empfehlungen zur Salzaufnahme verweisen Gesundheitsorganisationen wie die WHO auf die Bedeutung der Begrenzung von Natrium zur Reduktion von Bluthochdruck und kardiovaskulären Risiken (WHO: Richtwert für tägliche Natriumzufuhr).

Typische Anwendungen und sichere Dosierung

Trinksole

Trinksole (konzentrierte Salzlösung) wird von Befürwortern mit verschiedenen gesundheitsbezogenen Zielen verwendet. Vorsicht: hohe Natriumaufnahme kann Blutdruck und Herz-Kreislauf-System belasten. Personen mit Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Herzproblemen oder unter Diuretika sollten vor der Anwendung Rücksprache mit dem Arzt halten.

Salzbäder

  • Dosierung: Für ein Vollbad werden häufig 200–500 g naturbelassenes Salz verwendet; für therapeutische Solebäder werden teilweise höhere Mengen empfohlen. Beginnen Sie mit geringeren Mengen und testen Sie die Hautreaktion.
  • Wirkung: Entspannung, Verbesserung des Hautgefühls, Linderung bei trockener Haut oder leichtem Juckreiz möglich.

Nasen- und Mundspülungen

Für Nasenspülungen ist eine isotonische Kochsalzlösung empfehlenswert: ca. 9 g Salz pro Liter Wasser (0,9 %). Für Gurgeln oder Mundspülungen sind 1/2 bis 1 Teelöffel auf 250–300 ml warmem Wasser üblich.

Peelings und Hautpflege

Ursalz kann als körniges Peeling wirken und mineralische Rückstände bieten. Bei empfindlicher oder gereizter Haut lieber feinkörnige Produkte oder milde Alternativen nutzen.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Zu viel Natrium: Erhöhte Salzaufnahme fördert Bluthochdruck und kann Nieren und Herz belasten.
  • Hautreizungen: Konzentrierte Lösungen oder grobkörnige Salze können trocknend oder reizend wirken.
  • Wechselwirkungen: Bei bestehender Behandlung (z. B. Diuretika, ACE-Hemmer) vorher ärztlich klären.
  • Verunreinigungen: Auf Herkunft und Reinheit achten; Bio- oder Analysezertifikate können hilfreich sein.

Worauf beim Kauf achten

  • Bevorzugen Sie naturbelassene Produkte ohne Zusatzstoffe.
  • Herkunft und Abbauverfahren: Transparente Angaben sind vorteilhaft.
  • Analysezertifikat: Einige Hersteller geben Mineralstoffanalysen oder Laborzertifikate an.
  • Feinkörnigkeit/Aroma: Je nach Nutzung (Kochen, Bad, Peeling) wählen.

Praktische Tipps

  • Setzen Sie Ursalz im Alltag wie normales Speisesalz ein und reduzieren Sie insgesamt die tägliche Salzzufuhr, falls Sie zu viel Salz konsumieren.
  • Bei Bädern: 1–2 Mal pro Woche probieren, Dauer 15–30 Minuten; danach gut abtrocknen und eincremen bei trockener Haut.
  • Bei gesundheitlichen Beschwerden (Bluthochdruck, Nierenleiden) ärztliche Beratung einholen, bevor Sie Trinksole oder hohe Salzzufuhr nutzen.

Fazit

Ursalz kann in zahlreichen Anwendungen angenehm und nützlich sein: als Badezusatz, Peeling, für Nasenspülungen oder als geschmackliche Alternative in der Küche. Seine spezifische Wirkung ist aber meist moderat und oft nicht anders als bei anderen qualitativ guten Salzen. Große gesundheitliche Versprechungen (z. B. Entgiftung, nachhaltige pH-Änderung) sind wissenschaftlich nicht gut belegt. Achten Sie auf eine maßvolle Nutzung und konsultieren Sie bei Vorerkrankungen eine Ärztin oder einen Arzt.

Weiterführende Informationen: WHO zu Salz und Gesundheit — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/salt-reduction; Grundlagenliteratur zu Salz und Gesundheit finden Sie auch in medizinischen Datenbanken wie PubMed.

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