Sanfte Heilkunst: Die Wirkung der Veilchencreme nach Hildegard von Bingen
Die Veilchencreme nach Hildegard von Bingen erfreut sich wachsender Beliebtheit — in Kosmetikshops, Klosterläden und Apotheken. Dieser Artikel erklärt die traditionelle Wirkung, die wichtigsten Inhaltsstoffe, Anwendungsgebiete, wissenschaftliche Evidenz und praktische Tipps zum Kauf und zur Anwendung.
Was ist Veilchencreme nach Hildegard von Bingen?
Die Veilchencreme ist eine traditionelle Salbe, deren Rezepturen auf den Schriften und der Pflanzenheilkunde von Hildegard von Bingen beruhen. Zentrales Pflanzenmaterial ist das Veilchen (meist Viola odorata), kombiniert mit fetten Trägerstoffen wie Olivenöl, Bienenwachs oder Sheabutter sowie manchmal Rosenöl oder weiteren Pflegeölen. Varianten finden sich in vielen Klosterläden und Online-Shops (z. B. St. Hildegard-Posch, Klosterladen Benediktbeuern).
Welche Wirkungen werden traditionell zugeschrieben?
Die traditionelle Hildegard‑Lehre beschreibt dem Veilchen und seiner Salbe mehrere positive Eigenschaften. Wichtigste, oft genannte Wirkungen sind:
- Hautberuhigend und entzündungshemmend (bei Rötungen, Reizungen)
- Unterstützung der Wundheilung bei Prellungen, leichten Verletzungen und Narbenpflege
- Feuchtigkeitsspendend und schützend bei trockener Haut
- Lindernd bei Blutergüssen, Zysten oder Schwellungen (lokal aufgetragen)
- Pflegend bei Ekzemen oder Neurodermitis-ähnlichen Hautzuständen als ergänzende Pflege
Diese Einsatzgebiete sind auch in Produktbeschreibungen von Herstellern und Apotheken zu finden (z. B. Bahnhof-Apotheke, BitterKraft).
Wodurch entsteht die Wirkung? Inhaltsstoffe im Fokus
Die Effekte der Veilchencreme lassen sich auf mehrere Inhaltsstoffe zurückführen:
- Veilchenextrakt (Viola): Enthält Saponine, Bitterstoffe, Glykoside, Methylsalicylat‑ähnliche Verbindungen und Duftstoffe wie Odoratın. Manche dieser Stoffe können reizlindernd, leicht schmerzlindernd oder antimikrobiell wirken.
- Fette und Wachse (Olivenöl, Sheabutter, Bienenwachs): Bilden einen schützenden Film, spenden Lipide und unterstützen die Hautbarriere.
- Rosenöl oder ätherische Öle (in manchen Varianten): Verstärken regenerierende und pflegende Effekte sowie den Duft.
Hinweis: Einige Hersteller nennen im Detail Wirkstoffe wie Saponine oder Salicylsäuremethylester; tatsächlich ist die Konzentration aus Pflanzenextrakten oft gering. Die Kombination mit fetten Basisstoffen trägt wesentlich zur pflegenden Wirkung bei.
Was sagt die Wissenschaft?
Die wissenschaftliche Evidenz zur Veilchencreme in klinischen Studien ist begrenzt. Für einzelne Veilchen‑Inhaltsstoffe existieren Hinweise auf entzündungshemmende und antimikrobielle Effekte in Laboruntersuchungen, doch hochwertige, großangelegte Studien zu fertigen Veilchensalben fehlen größtenteils. Deshalb gilt:
- Traditionelle Anwendung und Erfahrungsberichte sprechen für eine lokale Pflegewirkung.
- Bei schweren oder chronischen Hauterkrankungen sind schulmedizinische Diagnostik und Behandlung wichtig; Veilchencreme kann ergänzend eingesetzt werden, sollte aber nicht verschriebene Therapien ersetzen.
Wann und wie wird Veilchencreme angewendet?
Typische Anwendungsfälle sind:
- Pflege trockener, gereizter Hautstellen
- Leichte Prellungen oder Narbenpflege (sanft einmassieren)
- Als Schutzcreme bei rauer Haut (z. B. Hände, Ellbogen)
Anwendungstipps:
- Vor der ersten Anwendung einen Patch‑Test (Hautverträglichkeit) an einer unempfindlichen Stelle durchführen.
- Nur auf saubere, trockene Haut auftragen; bei offenen, stark nässenden Wunden Rücksprache mit einer Ärztin/einem Arzt halten.
- Bei sichtbarer Besserung regelmäßig, bei ausbleibender oder schlechter Reaktion ärztlichen Rat einholen.
Sicherheit und Nebenwirkungen
Veilchencremes gelten in der Regel als gut verträglich. Mögliche Risiken:
- Allergische Reaktionen auf Pflanzenextrakte, Duft‑ oder Konservierungsstoffe.
- Empfindlichkeit gegenüber ätherischen Ölen (z. B. Rosenöl).
- Bei Schwangerschaft, Stillzeit oder Kindern vor Gebrauch Rücksprache mit einer Fachperson empfehlen.
Unterschiede bei Produkten und Kaufhinweise
Auf dem Markt finden sich verschiedene Varianten: traditionelle Rezepturen (Kloster‑ oder Apothekerprodukte), vegane Varianten mit Pflanzenwachsen, intensiv pflegende Formeln oder leichte Tagescremes. Achten Sie beim Kauf auf:
- Transparente Inhaltsstoffliste (Frische Veilchenblätter/-extrakt, Basisöle, Wachs).
- Herstellungsangaben: originale Rezeptur nach Hildegard von Bingen vs. moderne Interpretation.
- Kundenbewertungen und verfügbare Informationen zur Hautverträglichkeit (z. B. Herstellerseiten wie hildegardvonbingen.at oder unabhängige Shops).
FAQ – Kurz beantwortet
Hilft die Veilchencreme gegen Neurodermitis?
Sie kann unterstützend pflegen und die Hautbarriere stärken, ersetzt aber keine medizinische Therapie bei ausgeprägter Neurodermitis.
Kann man die Creme täglich verwenden?
Ja, als Pflegesalbe ist tägliche Anwendung möglich, sofern keine Reizung auftritt.
Gibt es wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit?
Direkte klinische Studien zur fertigen Veilchencreme sind selten; wissenschaftliche Hinweise beziehen sich meist auf einzelne Wirkstoffe des Veilchens.
Fazit
Die Veilchencreme nach Hildegard von Bingen verbindet jahrhundertealte Pflanzenkunde mit modernen Pflegebedürfnissen. Ihre Hauptwirkung beruht auf der Kombination aus mild wirkenden Pflanzeninhaltsstoffen und pflegenden Fetten – ideal zur Hautberuhigung, Unterstützung der Regeneration und als Schutzcreme. Wer eine naturbasierte Pflege mit Tradition sucht, findet hier eine bewährte Option. Bei ernsthaften Hautproblemen ist eine fachärztliche Abklärung empfehlenswert.
Weiterführende Quellen und Produkte: St. Hildegard (Produktseite) — hildegardvonbingen.at, Klosterladen Benediktbeuern — klosterladen-benediktbeuern.de, Informationen zur traditionellen Verwendung — hildegard.center.
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